KI ist im Unterrichtsalltag angekommen, doch viele Fragen bleiben offen: Was können solche Systeme tatsächlich leisten, wo liegen ihre Grenzen, wie gelingt ein sicherer und didaktisch sinnvoller Einsatz? Leider kursieren im allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs viele Fehleinschätzungen und Missverständnisse, die eine adäquate Nutzung dieser Technologie erschweren oder sogar Raum für eine Vielzahl angstbehafteter Vorstellungen bieten.

Ich biete Ihrer Schule eine kompakte Lehrerfortbildung an, die die mathematischen und technologischen Grundlagen der „Künstlichen Intelligenz“ unabhängig vom fachlichen Hintergrund der Teilnehmer auf kurzweilige Art und Weise nachvollziehbar macht und Lehrer dazu befähigt, die digitale Bildung und Medienkompetenz ihrer Schüler adäquat in Hinblick auf das hereinbrechende KI-Zeitalter zu fördern.

Hierbei geht es keineswegs um praktische Anwendungshinweise, sondern um die Vermittlung eines interdisziplinären, vernetzten Grundverständnisses in Hinblick darauf, worum es sich bei der sog. „Künstlichen Intelligenz“ tatsächlich handelt und wo die prinzipiellen, unverrückbaren Grenzen der Möglichkeiten liegen. Mein Ziel ist, dass jeder den Nutzen dieser Angebote unabhängig von interessengesteuerten Verheißungen sachgemäß einordnen kann.

Übersicht der Inhalte
  • Verständnis der Funktionsprinzipien moderner KI-Technik: AGI, LLM, Digitale Automaten, Modelle, Data Mining, Big Data, Maschinelles Lernen, Computer Vision, Adaptive Systeme, Neuronale Netze, Mustererkennung und Computerlinguistik.

  • kritische Betrachtung der Definition des Begriffs „Künstliche Intelligenz“

  • Historische Ursprünge der aktuellen Systeme und Entwicklungen verstehen und gesellschaftliche Trends einordnen: wie Fortschritt und „Intelligenz“ durch Rechengewalt und Informationsflut in unwirtschaftlichen Rechenzentren lediglich vorgetäuscht werden

  • interdisziplinäres Verständnis entwickeln: KI-Technik aus technischer, psychologischer, kultureller, historischer und biologischer Sicht

  • Einordnung und Bewertung der Chancen und Grenzen für Unterricht, Schulorganisation, sowie gesamtgesellschaftlich

  • Sensibilisierung für den Einfluss auf die kognitive Entwicklung der Schüler


Bezug zu den bayerischen Lehrplänen

Die Fortbildung unterstützt Lehrkräfte bei der Umsetzung der im LehrplanPLUS verankerten übergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele „Medienbildung/Digitale Bildung“ und „Technische Bildung“ in allen Schularten. Dabei werden insbesondere diejenigen Kompetenzen vertieft, die Schülerinnen und Schüler zu einem sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und KI-Anwendungen befähigen.

Für das Fach Informatik bzw. Informationstechnologie greift die Fortbildung Inhalte der Lernbereiche zur „Künstlichen Intelligenz“ auf (z. B. Grundideen des maschinellen Lernens, neuronale Netze, wissensbasierte Systeme, ethische Fragestellungen) und bereitet Lehrkräfte darauf vor, diese Themen im Unterricht fachlich fundiert und altersangemessen zu vermitteln. Darüber hinaus werden Bezüge zu weiteren Fächern (z. B. Deutsch, Ethik/Religion, Geschichte, Sozialkunde) aufgezeigt, in denen Fragen nach Chancen und Grenzen von KI, Medienkritik und gesellschaftlichen Auswirkungen bearbeitet werden.

Bezug zu den Anforderungen des Lehrerberufs

Die Fortbildung stärkt zentrale professionelle Kompetenzen von Lehrkräften im Umgang mit Digitalisierung und KI im Schulalltag. Die Teilnehmenden

  • erwerben ein grundlegendes Verständnis der Funktionsprinzipien moderner KI-Systeme und ihrer unverrückbaren Grenzen,

  • sind in der Lage, KI-gestützte Angebote für Schule und Unterricht sachgerecht, kritisch und unabhängig von Marketingversprechen zu bewerten,

  • können Chancen und Risiken des Einsatzes von KI für Unterricht, Leistungsbewertung, Schulorganisation und die kognitive Entwicklung von Schülerinnen und Schülern fachlich fundiert einschätzen,

  • gewinnen Sicherheit darin, Medien- und KI-bezogene Lernarrangements zu planen, in denen Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenz und ihr kritisches Denken weiterentwickeln,

  • können Kollegien fachlich beim Schulentwicklungsprozess im Bereich KI (z. B. Mediencurriculum, Nutzungsordnungen, Fortbildungsplanung) unterstützen.

Damit leistet die Fortbildung einen Beitrag zur im Rahmen der staatlichen Lehrerfortbildung geforderten „Sensibilisierung und Qualifizierung der Lehrkräfte“ für einen didaktisch begründeten Einsatz von KI-Anwendungen in Schule und Unterricht.

Format
  • 90–120 Minuten Impulsvortrag + ca. 30-60 Minuten Fragerunde

  • geeignet für Pädagogische Tage, SCHILF, Fachkonferenzen oder Gesamtkollegium

  • Technik: Beamer/Display, Ton optional; keine besonderen Anforderungen

Kurzprofil Referent

Alexander Paprotny, Dipl.-Ing. Informatik/Mathematik (TU Hamburg). Zwischen 2008 und 2015 Forschung zu mathematischen Grundlagen des maschinellen Lernens u. a. an der TU Berlin, am Fraunhofer SCAI sowie als Forschungsteamleiter bei der prudsys AG (heute Teil der GK-Gruppe).

Beteiligung an der Grundlegung der heutzutage weit verbreiteten KI-Programme. Mitautor des Fachbuchs Realtime Data Mining – Self-Learning Techniques for Recommendation Engines (Birkhäuser/Springer, 2013).

Langjährige Vortragserfahrung und Lehrtätigkeit als Tutor an der TU Hamburg. Darüber hinaus Studium der Geschichte und Germanistik und Ausbildung als Medienkomponist (FH).

Organisatorisches
  • Honorar und Termin nach Absprache

  • Auf Wunsch vorab ein kurzes telefonisches Vorgespräch (15 Minuten)

Exposé für Schulen

- mit Bezug zum bayerischen Lehrplan, ebenfalls in FIBS als Webinar zu finden-

„KI ohne Hype -
Scheinintelligenz aus dem Rechenzentrum:
Künstliche Intelligenz aus technischer, psychologischer, kultureller, historischer und biologischer Sicht für Lehrkräfte“